Lean Startup

Lean Startup: Die schnellste Art vom Markt zu lernen

Zu jedem Zeitpunkt auf einer einzigen Seite wissen, was das Geschäftsmodell ausmacht – das ermöglicht der Lean Canvas.

Smart Business Schweiz zeigt auf, wie das funktioniert und vermittelt praktische Methoden und Techniken zur Entwicklung eines Produkts, das Kunden nachfragen.

Lean Startup heisst die Methode des amerikanischen Investors Steve Blank, mit der viele der gemachten Fehler vermieden werden sollen. Mit seinem Buch Lean Startup wurde diese Vorgehensweise von Eric Ries bekannt gemacht (Link http://theleanstartup.com).

Jede Geschäftsidee ist zunächst eine Annahme, die es empirisch zu validieren gilt und zwar möglichst schnell und kostengünstig. Die Frage lautet: Welche Annahme muss stimmen, damit das Geschäftsmodell funktioniert? Wie kann ich möglichst schnell und kostengünstig vom Markt lernen?

Der Begriff „Lean“ wird mit „schlank“ übersetzt, weil es darum geht, mit möglichst wenig Kapital und Aufwand vom Kunden Feedback zu holen. Statt ein vollwertiges Produkt mit viel Zeit und Geld zu entwickeln und es erst dann im Markt einzuführen, geht es um die Entwicklung mit dem Markt durch schnelles Testen mit Prototypen, dem sogenannten MVP, also mit einem Produkt mit den nötigsten Funktionen, seinen minimalen Anforderungen und Eigenschaften. Der Lean Startup Zyklus von „Machen – Messen – Lernen“ bindet so Kunden in jeder Phase der Produktentwicklung ein, unter anderem durch Problem- und Lösungsinterviews. Mit dem frühen Markteintritt kann der Unternehmer sein Risiko minimieren und bekommt frühzeitig Feedback bezüglich seinem neuen Produkt oder Dienstleistung. So kann er schnell auf Änderungen und Wünsche reagieren und er lernt, was für Kunden wichtig ist.

Neben einem detaillierten Businessplan kann man auf einer einzigen Seite sein Geschäftsmodell zusammenfassen. Die Schweizer Osterwalder und Pigneur haben dazu 2010 den Business Model Canvas (Link https://strategyzer.com/canvas) in ihrem Buch Business Modell Generation entwickelt, eine Darstellung des Geschäftsmodells in neun Boxen in einem Canvas, also auf einer Seite oder einem Poster. Im Zentrum stehen Kundennutzen und -segmente, Kanäle zum Kunden und Kundenbeziehungen, auf der Angebotsseite die Schlüssel-Aktivitäten, Schlüssel-Partner und -Ressourcen neben Kostenstruktur und Einnahmen.

Der Amerikaner Ash Maurya hat diese Zusammenfassung im Lean Canvas (LINK https://leanstack.com/why-lean-canvas/) weiter entwickelt und mit den Boxen Problem und Lösung einen stärkeren Fokus auf die Umsetzung gelegt.

Nach der Darstellung des Geschäftsmodells auf einer einzigen Seite fragt sich der Unternehmer, in welchem Bereich der 9 Boxen das höchste Risiko und die unsichersten Annahmen liegen. Zu den wichtigsten Annahmen überlegt man sich im Markt messbare Tests. Das Lean-Startup Tool hat sich bewährt, den Überblick zu bewahren und den Austausch in Teams zu fördern. Selbst Investoren benutzen immer mehr diese Methode des rollenden Dokumentes zur Diskussion mit ihren Startups.

Aktuelles Event:
Am Entrepreneurship Summit in Berlin referiert Dr. Barbara Eisenbart mit der Keynote „Das Geschäftsmodell reifen lassen – intuitiv oder strukturiert durch den Lean Canvas“ und gibt Impulse zum Thema in einem Workshop.

„Lebe Deine Idee.“ – Mach den nächsten Schritt.
www.businessidea.ch
www.smartbusiness-swiss.ch


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